Cascade Screening and Registry for High Cholesterol (CaReHigh)

Projekt Kaskadenscreening auf familiäre Hypercholesterinämie und Erstellung eines Patientenregisters

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Informationen zum Kaskadenscreening auf familiäre Hypercholesterinämie und Erstellung eines Patientenregisters

Bislang gab es in Deutschland keine systematischen Programme zur frühzeitigen Identifikation von Personen mit sehr hohem Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Die familiäre Hypercholesterinämie (FH) ist mit einem sehr hohen Herz-Kreislauf-Risiko verbunden. Sie ist die häufigste bekannte Ursache vorzeitig auftretender Atherosklerose und führt bereits im jungen Alter zu kardiovaskulären Ereignissen.

Mittels Kaskadenscreening können, ausgehend von einem betroffenen Patienten, erstgradige und zweitgradige Verwandte untersucht und nach erfolgter Diagnose einer frühzeitigen Behandlung zugeführt werden.

Weil in Deutschland die familiäre Hypercholesterinämie bisher kaum als solche diagnostiziert wird, bleiben die Chancen, die in einer frühen Behandlung von Patienten und deren Angehörigen liegen, in weiten Teilen ungenutzt. 

Die D-A-CH – Gesellschaft Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen e.V. hat sich daher dazu entschlossen, mit einem Modellprojekt in der Rhein-Neckar-Region unter Leitung von Prof. Winfried März die Machbarkeit eines Kaskadenscreenings nach holländischem Vorbild auf familiäre Hypercholesterinämie zu evaluieren.

Vorrangiges Ziel dieses Projekts ist es zu prüfen, ob ein Kaskadenscreening im Kontext des deutschen Gesundheitssystems erfolgreich implementierbar ist. 

Das Projekt wurde Mitte des Jahres 2015 auf ganz Deutschland ausgeweitet und steht nun deutschlandweit Patienten zur Verfügung. Jeder interessierte Arzt ist zur Teilnahme eingeladen.

Über das Kaskadenscreening hinaus wird ein nationales Register aufgebaut, welches an das europäische FH-Register der European Atherosclerosis Society (EAS) angebunden wird.