Lipid-Apherese

Wenn sich bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (KHK) und LDL-Hypercholesterinämie bzw. Hyperlipoproteinämie(a) auch durch konsequente Ernährungsumstellung und maximale medikamentöse lipidsenkende Therapie keine ausreichende Senkung der LDL-Cholesterinwerte erreichen läßt bzw. die KHK fortschreitet, steht in Einzelfällen eine alternative Behandlungsmethode in Form der extrakorporalen Lipid-Elimination zur Verfügung.

Für die Lipid-Apherese bestehen folgende Indikationen:
1.) Die Lipid-Apherese ist indiziert bei Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie in homozygoter Ausprägung.
2.) Die Lipid-Apherese ist indiziert bei Patienten mit angiographisch nachgewiesener Koronarsklerose, bei denen trotz maximal möglicher diätetischer und medikamentöser Therapie über mindestens 6 Monate die LDL-Konzentration im Serum > 100 mg/dl liegt und bei denen gleichzeitig sowohl die klinische Symptomatik als auch der Befund der Koronarsklerose in gravierender Weise progredient sind.

Die LDL-Apherese ist derzeit die einzige Methode zur effektiven Senkung von  Lp(a). Die bisher etablierten Aphereseverfahren entfernen sehr sicher und selektiv LDL und Lp(a) aus dem Plasma bzw. Vollblut.

Indikationserweiterungen für Patienten nach Herztransplantation, nach Hörsturz, bei Tinnitus, bei trockener altersabhängiger Makuladegeneration  (AMD) oder bei chronisch entzündlichen Darmkrankheiten sind teilweise etabliert und teilweise Gegenstand aktueller Studien. 

Akuter Hörsturz: Eine Studie hat gezeigt, daß die Lipidapherese bei akutem Hörsturz (innerhalb von sieben Tagen) der Standardtherapie mit Infusionen ebenbürtig und sogar leicht überlegen ist.

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